Wie finde ich Lösungen für ein Problem?

Der gelesene Tipp (mp3)

Manchmal bringt Nachdenken einfach nicht weiter. Eine Idee muß reifen, wie ein Baby von der Zeugung bis zur Geburt heranreift. Kreativitätsforscher sprechen von „Gestation", das heißt: eine bewußte Pause von dem Problem machen.
Was passiert in dieser Pause? Nachdem uns das bewußte Denken nicht weitergebracht hat, kann jetzt unser Unbewußtes arbeiten, denn dort liegt die Lösung.

Man hat ausgerechnet, dass das Bewußtsein einer „Strecke" von fünf Millimetern entspricht und das Unbewußte einer „Strecke" von elf Kilometern! Den „ersten halben Kilometer" Unbewußtes erwischen wir noch relativ gut. Aber wir brauchen eine Technik, damit unsere Intuition bis zur Oberfläche driften kann. Das geht nur, wenn wir völlig entspannt sind.
 
Das Unbewußte beschäftigt sich also auch in der Pause mit Ihrem Problem. Diesen Effekt kann jeder produzieren lernen, wenn er sich darin übt.
Dazu hat der berühmte Künstler Salvador Dali eine phänomenale Technik erfunden:
Legen Sie sich auf Ihr Bett. Auf den Boden stellen Sie eine große Messingschale. In die Hand nehmen Sie einen Löffel. Den halten Sie an der Bettkannte oberhalb der Messingschale fest. Legen Sie vorher Diktiergerät oder Block und Bleistift bereit. Sie können gern eine ruhige Musik hören.
Jetzt schließen Sie die Augen. Driften Sie einfach. Versuchen Sie, in den Zustand zu gelangen, den Sie kurz vor dem Einschlafen erreichen. Denken Sie an irgend etwas Schönes, an Ihre Urlaubsreise etwa, dann nimmt Ihr Geist Abstand von dem Problem, das Sie lösen wollen.

Wenn der Punkt kommt, an dem Sie beinahe einschlafen, läßt die Muskelspannung nach - und der Löffel fällt mit großem Geschepper in die Messingschale. Sie sind hellwach. Jetzt Diktiergerät oder Bleistift und Papier nehmen und sofort zehn Minuten nonstop diktieren oder notieren, was Ihnen einfällt, auch wenn Ihnen nichts einzufallen scheint. So haben die Gedanken eine Chance, zur Oberfläche aufzutauchen. Sie werden staunen, was dabei alles
herauskommt.

Wenn Sie allerdings im Büro sitzen und ein Problem lösen sollen und sich nicht hinlegen können, können Sie folgende Technik einsetzen: Schreiben Sie einen Dialog (wie im Theater). Oder sprechen Sie ihn auf Band. Sprechen Sie mit Ihrem Unbewußten.

Angenommen, Sie wollen ein Problem für einen Kunden lösen. Dann stellen Sie sich die Situation bildhaft vor. ,,Sagen" Sie zum Beispiel: „Lieber Kunde, wir haben uns die Kampagne so und so vorgestellt." Dann lassen Sie Ihren Kunden etwas „sagen". Dann „sagen" Sie wieder etwas. Dabei kommen die Knackpunkte am besten heraus.

Wenn es um keine Person, sondern eine Sache geht, an der Sie herumknobeln: „Reden" Sie mit Ihrem Kugelschreiber oder Ihrem Computer. Das Papier „sagt" beispielsweise: „Was wirst du heute auf mich schreiben?" (das ist übrigens eine Kreativitätsübung für Schriftsteller). Jetzt „sagen" Sie: „Ich habe da ein Problem, das ich lösen will..."

Wichtig ist. daß Sie die normalen Denkbahnen verlassen, so finden Sie ganz leicht eine neue Sichtweise. Sie blicken quasi hinter die „Wand", welche Sie zuvor blockiert hatte. Allerdings funktioniert diese Methode nur unter einer Voraussetzung: Man muß es tun!

Der gelesene Tipp (mp3)

Quelle
27-Erfolgs-Tips von Vera F. Birkenbihl

Kontakt
BREUER & WARDIN Verlagskontor GmbH
Zum Scheider Feld 12
51467 Bergisch Gladbach
Fon 02202/188-900
Fax 02202/188-911
kontakt(at)verlagskontor.com
www.verlagskontor.com